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Kaiserslautern - Stadt der Nähmaschinen
G. M. Pfaff, A. Laubenheimer, Gebr. Kayser, Carl König, J. Lampel und Greist. (Zulieferer für Nähmaschinen-Zubehör) Seit über zwei Jahren wurde intensiv an einer umfassenden Dokumentation über die genannten Hersteller gearbeitet.
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Pfaff ist tot, Pfaff lebt,
zumindest in den Gedanken der ungezählten Pfaffianer, die über die Jahre dort beschäftigt waren. Das einstmals große Unternehmen ist bereits verrottet und alle derzeit noch vorhandenen Reste an Einrichtungen, Maschinen und viele, die Vergangenheit betreffenden teils wertvollen Zeitzeugnisse landen im Abfall. Pfaff, einst der größte Nähmaschinenhersteller Deutschlands, existiert nicht mehr und in der kurzlebigen Zeit geraten historische Hintergründe schneller in Vergessenheit als vermutet. Damit war es nötig und an der Zeit Georg Michael Pfaff, diesen großen Sohn der Stadt Kaiserslautern und seine Entwicklung vom Instrumentenbauer zum Nähmaschinenfabrikanten zu würdigen und ihm und seiner Familie ein Denkmal zu setzten.
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Zusätzlich verschwimmt in den Jahren vieles in einer leicht verklärten Betrachtungsweise der Mitarbeiter in der nur die guten Erinnerungen an den ehemaligen Arbeitsplatz und einstigen Brötchengeben erhalten bleiben. Aber war wirklich alles so wie sie es sich schön malten und was hatten sie vom erschreckend fahrlässigen Verhalten der Geschäftsleitungen mitbekommen? Pfaff gehört zur Geschichte von Kaiserslautern und hat maßgeblich zur Entwicklung der Stadt beigetragen. Wie aber das Unternehmen tatsächlich entstand und wie es zu der allerersten gebauten Nähmaschine kam bzw. welche dieses waren wurde bisher mit fantasievollen Geschichten und Fälschungen der Historie abgehandelt. Das einst stolze Unternehmen wurde, nicht nur in den letzten Jahren, erbarmungslos niedergewirtschaftet und gehört heute längst der Vergangenheit an.
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Wertvolle Mithilfe leisteten: Deutsches Museum München, Stadtarchiv Kaiserslautern, Theodor-Zink-Museum, Kaiserslautern, Westpfälzer Musikantenmuseum, und einige Sammler in Kaiserslautern, die ihre privaten Archive öffneten. Dazu Dokumente, die geradezu im letzten Moment aus dem Papiercontainer gezogen werden konnten. Als weitere wichtige Grundlage, die jährlichen Geschäftsberichte, aus denen mit den sich oft widersprechenden Aussagen der Vorstände, ihren teilweise abstrusen Vorstellungen wie ein Unternehmen zu leiten sei, ein erschreckendes wie bisher nie gesehenes Bild ergibt. Der Autor, früher selbst Mitarbeiter im Hause Pfaff, hatte in seiner Funktion fundierte Einblicke in das Betriebsgeschehen und im Besonderen in Arbeitsabläufe und sensible Daten. Er zeichnet ein komplettes Bild der Entstehung des Unternehmens und letztlich dessen traurigen Unterganges.
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Die erschreckende Hilflosigkeit der Führungsetagen, die zurückhaltend Informationspolitik gegenüber dem Aufsichtsrat und auch der Umgang mit den Betriebsräten und die unheilvollen Allianzen gegen den Fortschritt und damit gegen das Wohl des Unter- nehmens und seinen Mitarbeitern wird beleuchtet werden. Dazu die gute alte Zeit, in der doch alles besser war, wird mit analytischer Genauigkeit daran erinnern, dass Entlassungen, die es beim Firmengründer und seiner Familie nie gab, über Jahrzehnte den Niedergang begleiteten.
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Wer kennt noch die Tochterunternehmen von Pfaff? Gut, dabei war Sandt, Pirmasens. Bulmer, Quick-Rotan und Karlsruhe. Aber was es noch so alles in der Geschichte gab geriet in Vergessenheit bzw. wurde von den Pfaffianern kaum erfasst. Das zum greifen nahende Ende der ehemaligen Weltfirma waren der Grund die Erinnerung an den Firmengründer Georg Michael Pfaff und seine Beschäftigen und nicht an die Totengräber des Unternehmens und gleichfalls an weitere größten teils vergessene und überwiegend unbekannte Nähmaschinenhersteller in Kaiserslautern in Erinnerung zu rufen. Wer erinnert sich oder kennt die weiteren Nähmaschinenfabriken wie A. Laubenheimer, Gebrüder Kayser, C. König & Co., Kaiserslauterer Nähmaschinen-Fabrik, vorm. König & Co. und J. Lampel. Oder auch Greist, den von Pfaff aus Amerika nach Kaiserslautern geholten Zulieferer für Nähmaschinenzubehör?
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Es wird eine der umfangreichsten und genausten, mit vielen Überraschungen gespickten Analysen, der genannten Hersteller. Ein Buch, dass an die großartig Vergangenheit und sozialen Taten der Pfaff-Familie erinnern wird. Zum Inhalt: Auf Pfaff bezogen wird die Geschichte bis 1226 zurückverfolgt. Mit Ausflügen in die Zeitgeschichte, werden die politischen Entwicklungen und Kriege mit in das Geschehen einbezogen. Rückblicke in die Entstehung der ersten Nähmaschinen und spannende Einblicke in deren Geschichte sind die Aufreißer zu diesem Buch und führen zu einem völlig neuen Verständnis der Entwicklung. Es sind Recherchen, die mit der Geschichte der Müller-Familien Pfaff, den Verzweigungen innerhalb der Familie, vom Müller bis zum Instrumentenmacher aller Pfaff-Familienmitglieder führten. Angefangen mit Georg Michael Pfaff, Georg und Jacob, seinen Söhnen, seiner Schwester Lina und letztendlich sein Neffe Karl Pfaff als letzten Nachfolger aus der Familie. Wer glaubt es wäre damit getan wird in der ebenfalls beschriebenen Geschichte seiner Brüder, alle Instrumentenmacher, im Detail kennenlernen.
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